Mittwoch, 15. Juli 2009

Can - Tago Mago (1971) German Progressiv

United Artists UAS 29211

Tracklist
A1 Paperhouse (7:29)
A2 Mushroom (4:08)
A3 Oh Yeah (7:22)
B1 Halleluwah (18:22)
C1 Aumgn (17:22)
D1 Peking O. (11:35)
D2 Bring Me Coffee Or Tea (6:47)

Joh, so müssen wir damals wohl ausgesehen haben (hab sogar meinen Pulli wiedererkannt) leicht konsterniert, aber doch sehr beeindruckt. Das war im Winter 1972 im Jugendheim Unna Massen. Hier wurden in den Jahren 1972/73 Konzerte veranstaltet, insbesondere progeressiv und Krautrock wie Frumpy, Nektar, Grobschnitt und eben Can. Für mich war dieses Konzert der Eingang zur Progressiven Musik. Als Video habe ich hier dieAufzeichnung aus der Deutschrock Nacht übernommen, der Titel ist zwar nicht vom "Tago Mago" Album, sondern " Mother Sky" vom Album "Soundtracks" aus dem Jahre 1970,unüberhörbar das Vorgängeralbum zu "Tago Mago". "Mother Sky" ist der Soundtrack aus dem Film from the film "Deep End" 1971, von Jery Skolimowski.

Nun aber zu "Tago Mago". Can waren auf "Tago Mago" auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität angelangt. Die Besetzung des Sängers mit dem Straßenmusiker und des Englischen kaum mächtigen Damo Suzuki, erwies sich als Katalysator für die Band. Auf "Tago Mago" geben alle ihr Bestes, allen voran das 'menschliche Metronom' Jaki Liebezeit. Unglaublich, was ein Mensch an einem Schlagzeug vollbringen kann (ohne die heutigen technischen Hilfsmittel!!!) – man beachte Liebezeits sture und unglaublich präzise Drumarbeit auf "Halleluhwah". "Tago Mago" zeigt Can kompromissloser und experimentierfreudiger als zuvor. Kein leicht zugängliches Album, aber ob seines innovativen, progressiven Ansatzes, mit Sicherheit eines der allerwichtigstend einflussreichsten Alben der deutschen Rockgeschichte.


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in Gedenken an Michael Karoli ‡ 2001

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